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  • Thomas Pollinger
  • 22.12.2017
  • DE/EN

Root Cause Analysis: "Unknown error while loading folder information"

Aufräumen, also s.g. Hygiene-Aufgaben, in einem System können nie schaden - so war unsere allgemeine Meinung. Jedoch wenn man im Eifer mal unbewußt zu viel aufgeräumt hat und später sich herausstellt, dass man plötzlich seltsame Fehlermeldungen in den Logdateien vorfindet. Dann geht die Sucherei direkt wieder los um rauszubekommen was da evtl. fehlt oder sogar "in die Hose" gegangen ist.


Regel 18

Der Computer rechnet mit allem, nur nicht mit seinem Besitzer. (Dieter Hildebrandt)


Meldungen

<CLIENT guid="E9850E6542BE4231B15D5D51E374A6C9" date="2017-09-19T11:54:59.6624709+02:00">
  <IODATA loginguid="138159C2A9104242866711A35BFE3A87" sessionkey="138159C2A9104242866711A35BFE3A87">
    <PROJECT threadguid="E9850E6542BE4231B15D5D51E374A6C9" dialoglanguageid="DEU" sessionkey="138159C2A9104242866711A35BFE3A87" languagevariantid="DEU">
      <FOLDER action="load" guid="ED22A78B39764B32A5AE5AF34288BCDF" languagevariantid="DEU" dialoglanguageid="DEU" folderrights="-1" />
    </PROJECT>
  </IODATA>
</CLIENT>
 
<SERVER guid="C3EF3682555348879DCED80A21BA1185" date="2017-09-19T11:55:07.7562403+02:00">
  <ERROR>Unknown error while loading folder information.</ERROR>
  <IODATA>
    <FOLDER action="load" guid="ED22A78B39764B32A5AE5AF34288BCDF" languagevariantid="DEU" dialoglanguageid="DEU" folderrights="-1" />
  </IODATA>
</SERVER>

Ursache

Die Ursache für diese Fehlermeldung ist recht einfach. Es wurde ein Ordner vom Typ "Asset-Manager", "Asset-Folder", "Datei" oder ein "Stylesheet" gelöscht innerhalb eines Projekts. Jedoch sind dabei an bestimmte Stellen die Zuweisungen für den Ordner nicht korrekt aufgeräumt / aufgelöst worden im System. Dies ist meist dann meist bei den Image- oder Media-Elementen der Fall. Jedoch auch die Content-Klassen Vorschaubilder bei den Content-Klassen-Eigenschaften können diese Meldungen im wsms.log auslösen.


Lösung

Um diese Meldungen wieder loszuwerden, gibt es nur eine Möglichkeit, die betroffene(n) Content-Klassen (CK) ausfindig machen. Dann die entsprechenden Elemente vom Typ "Image" oder "Media" bzw. die Preview-Symbole an den CK-Eigenschaften löschen und dann speichern. Danach verschwinden die Meldungen von alleine in der Regel. Problem ist jedoch eine Sache, wenn man viele Projekte hat, wird leider nicht in der o.g. Fehlermeldung angegeben, in welchem Projekt der besagte Ordner fehlt. Daher empfiehlt es sich, mit einem RQL-Script die Content-Klassen und deren Elemente auf die in der Fehlermeldung genannte GUID zu durchsuchen. 


Nachtrag

Eine weitere Erkenntnis ist, wenn man einen Asset-Ordner gelöscht hat, sollte man auch die Struktur-Elemente vom Typ "Anchor" prüfen. Denn dieser Elementtyp hat auch Referenzen zu Asset-Ordnern im Projekt, auch wenn man das Feature "Grafik-Link" (statt Text-Link) nicht aktiv nutzt. Man kann das rausbekommen, in dem man im Logging bei RQL auf DEBUG stellt und dann die Meldungen einzeln durch schaut. Voraussetzung ist, dass man die Meldung kontrolliert erzeugen kann.

Oder man geht einfach alle Anchor-Elemente an den Content-Klassen im Projekt durch. Und setzt einen beliebigen Ordner bei "Grafik-Link" - wichtig, vor dem speichern wieder auf Text-Link stellen ;)

Man kann auch, als erfahrener SQL-Anwender mit dieser Abfrage in der Projekt-Datenbank nach den GUIDs der Content-Klassen suchen:

SELECT * FROM [project DB name].[dbo].[IO_TLE] WHERE [TLE8] = 'folder error GUID'

oder (Danke an Yarin ;):

SELECT
  FDR1 FOLDERNAME,
  TPL1 CONTENTCLASSNAME,
  TLE1 ELEMENTNAME
FROM IO_TLE
  LEFT JOIN IO_TPL ON TPL0=TLE4
  LEFT JOIN IO_FDR ON FDR0=TPL6
WHERE
  TLE8 = 'folder error GUID'

Über den Autor:
Thomas Pollinger

... ist Senior Site Reliability Engineer bei der Vodafone GmbH in Düsseldorf. Seit dem Jahr 2007 betreut er zusammen mit seinen Kollegen die OpenText- (vormals RedDot-) Plattform Web Site Management für die deutsche Konzernzentrale.

Er entwickelt Erweiterungen in Form von Plug-Ins und PowerShell Skripten. Seit den Anfängen in 2001 (RedDot CMS 4.0) kennt er sich speziell mit der Arbeitweise und den Funktionen des Management Server aus.