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  • Thomas Pollinger
  • 05.11.2018
  • DE

Kleine Tipps für Zwischendurch (Nr. 17)

Keine Dokumentation hat den Anspruch auf Vollständigkeit. Dies gilt auch bei der RQL-Dokumentation für den Management Server. Manchmal wurde ein Query vergessen oder auch bewusst weggelassen. Daher ist ein aktiver Austausch mit dem Hersteller wichtig. Damit man die Rückmeldung gibt, was einem fehlt oder was nicht vollständig ist. Dabei lernt man auch eine Menge an noch nicht bekannten Möglichkeiten, welche einem der Management Server bietet.

Es gibt die Möglichkeit beim RQLs für das löschen von Seiten bestimmte Parameter mitzugeben. Wie in diesem Beispiel, wenn eine Seite noch verknüpft ist oder noch Elemente der zu löschenden Seite verwendet werden:

<IODATA loginguid="[!guid_login!]" sessionkey="[!key!]">
  <PAGE action="delete" guid="[!guid_page!]"> 
   <LANGUAGEVARIANTS>
       <LANGUAGEVARIANT language="ENU" />
   </LANGUAGEVARIANTS>
 </PAGE>
</IODATA>

Wenn einer oder beide Fälle, wie zuvor beschrieben, auftreten - tauchen im wsms.log folgende Fehlermeldungen auf:

<SERVER guid="[!guid!]" date="[!date!]">
  <IODATA>
    <ERROR>
      #RDError2910
    </ERROR>
  </IODATA>
</SERVER>

Erläuterung aus der RQL-Dokumentation:

#RDError2910
References still point to elements of this page.

oder

<SERVER guid="[!guid!]" date="[!date!]">
  <IODATA>
    <ERROR>
      #RDError2911
    </ERROR>
  </IODATA>
</SERVER>

Erläuterung aus der RQL-Dokumentation:

#RDError2911
At least one element is still assigned as target container to a link.

Setzt man jedoch im Request diese Attribute:

<IODATA loginguid="[!guid_login!]" sessionkey="[!key!]">
  <PAGE action="delete" guid="[!guid_page!]" forcedelete2910="1" forcedelete2911="0"> 
   <LANGUAGEVARIANTS>
       <LANGUAGEVARIANT language="ENU" />
   </LANGUAGEVARIANTS>
 </PAGE>
</IODATA>

dann wird definitiv gelöscht - egal ob die Seite noch verlinkt oder darauf verwiesen wird. Ebenso wenn auf Elemente dieser Seite noch Verweise existieren, auch diese werden dann vom Management Server aufgelöst.


Über den Autor:
Thomas Pollinger

... ist Senior Site Reliability Engineer bei der Vodafone GmbH in Düsseldorf. Seit dem Jahr 2007 betreut er zusammen mit seinen Kollegen die OpenText- (vormals RedDot-) Plattform Web Site Management für die deutsche Konzernzentrale.

Er entwickelt Erweiterungen in Form von Plug-Ins und PowerShell Skripten. Seit den Anfängen in 2001 (RedDot CMS 4.0) kennt er sich speziell mit der Arbeitweise und den Funktionen des Management Server aus.