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  • Thomas Pollinger
  • 14.02.2019
  • DE/EN

Kleine Tipps für Zwischendurch (Nr. 20)

Wer viel mit Plug-Ins für den Management Server arbeitet, wird sicherlich schon mal über das nachfolgende Problem gestoßen sein. Sonderzeichen werden aus dem XML, welches die Daten für den Import des Plug-Ins, mal korrekt importiert und dann wieder nicht. 

Warum ist das so und wie kann man dieses Verhalten in den Griff bekommen? Dieser Frage möchte ich mich in diesem Artikel widmen und eine doch recht einfache Lösung dafür vorstellen ;)
 

Import XML-Datei für Plug-Ins

Die Import XML-Datei für die Plug-Ins ist ein sehr überschaubares und schnell verständliches Format. Hier mal ein Beispiel:

<PLUGINS>
  <PLUGIN name="{plug-in name}"
          url="{path to plug-in}"
          compatibility="{version number}"
          company="{company name}"
          contact="{name}"
          email="{mailto address}"
          telefon="{phone number}"
          website="{url to website}">
    <DESCRIPTIONS>
      <ENU name="{action menu name for english}"/>
      <DEU name="{action menu name for german}"/>
      ...
    </DESCRIPTIONS>
    <TARGETS>
      <TARGET target="{plug-in target name}"/>
      <TARGET target="{plug-in target name}"/>
      <TARGET target="{plug-in target name}"/>
      ...
    </TARGETS>
    <ICON source="{path to icon}"/>
    <OPENWINDOWPARAMETER features="{popup settings}"/>
  </PLUGIN>
</PLUGINS>

Wenn man nun bei der Description oder anderen Attributen Sonderzeichen wie ä, ö, ü, ß usw. verwenden möchte und die Datei als UTF-8 speichert. Dann wird beim Import des XMLs nicht das ausgelesen was man gerne möchte.

Der Grund dafür ist, dass das XML im Backend des Management Servers per RQL eingelesen wird. Damit RQL aber multisprachenfähig ist, müssen die Dateien als UTF-16LE gespeichert werden. Erst dann bekommt man auch Sonderzeichen aus unterschiedlichen Sprachen ins System transportiert. Wie schon eingangs erwähnt, kleine Ursache und eine einfache Lösung dafür ;)


Über den Autor:
Thomas Pollinger

... ist Senior Site Reliability Engineer bei der Vodafone GmbH in Düsseldorf. Seit dem Jahr 2007 betreut er zusammen mit seinen Kollegen die OpenText- (vormals RedDot-) Plattform Web Site Management für die deutsche Konzernzentrale.

Er entwickelt Erweiterungen in Form von Plug-Ins und PowerShell Skripten. Seit den Anfängen in 2001 (RedDot CMS 4.0) kennt er sich speziell mit der Arbeitweise und den Funktionen des Management Server aus.