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  • Thomas Pollinger
  • 02.09.2019
  • DE

Root Cause Analysis: "No data found! statt Anzeige des Assets"

Es verwundert einen nicht, dass man immer wieder ein seltsames Verhalten innerhalb einer komplexen Software entdeckt. Diese können durch einfache Fehler oder durch komplexe Abhängigkeiten ausgelöst werden. Gerade für letzteres gibt es unzählige Möglichkeiten, welche ein unerklärliches Verhalten auslösen können. Wie in diesem Fall:


Regel 52

Die letzten Worte eines Informatikers "Ich bleibe hier bis das Problem gelöst ist."


Verhalten

Während einer Publizierung oder einer Seitenvorschau wird statt dem gewünschten Bild die Meldung "No data found!" ausgegeben.


Ursache

In älteren Management Server Versionen gab es ein Problem in Master/Child-Konstrukten im Bereich Asset-Management. Wenn man aus unterschiedlichen Childs Assets gelöscht hat, welche jedoch noch in anderen Child-Projekten verknüpft sind.


Lösung

Als erstes sollte man auf jeden Fall auf den letzten gültigen Hotfix bzw. auf die neuste Version des Management Servers wechseln. Damit dieses Verhalten nicht mehr zukünftig auftritt.

Um jedoch die betroffenen Stellen im Projekt zu finden, kann man die Publizierungsberichte bzw. Logs zur Hilfe nehmen. Denn dort stehen die GUIDs der betroffenen Seiten, bei denen die gelöschten Assets verknüpft waren. Dies kann man direkt über die reweilige Projekt-Datenbank mit diesem SQL-Statement (welches aus unserer Usergroup stammt):

'5492124C88CB462CBAFAB91F4BDF7BDD' ist die Asset ID (z.B. aus dem Publishing Report) und 'DEU' ist die Sprache.

SELECT PAG101 FROM IO_PAG, IO_PGE, IO_VAL_DEU WHERE PAG0=PGE1 AND PGE0=VAL1 AND VAL4='5492124C88CB462CBAFAB91F4BDF7BDD'

Damit ist man dann in der Lage die betroffenen Stellen zu finden und erstmal das Verhalten zu fixen.


Danke an Christopher Wennhold, Tony Koshokar und Hilmar Bunjes für diesen hilfreichen Tipp in unserer Slack-Community.


Über den Autor:
Thomas Pollinger

... ist Senior Site Reliability Engineer bei der Vodafone GmbH in Düsseldorf. Seit dem Jahr 2007 betreut er zusammen mit seinen Kollegen die OpenText- (vormals RedDot-) Plattform Web Site Management für die deutsche Konzernzentrale.

Er entwickelt Erweiterungen in Form von Plug-Ins und PowerShell Skripten. Seit den Anfängen in 2001 (RedDot CMS 4.0) kennt er sich speziell mit der Arbeitweise und den Funktionen des Management Server aus.