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  • Thomas Pollinger
  • 20.04.2018
  • DE/EN

Root Cause Analysis: "#text ERROR#-1000 Unknown Tag #text<iodata></iodata>"

Oft sucht man nach der Ursache für Fehlermeldungen an Stellen, die erstmal nichts dafür können. Erst durch intensives Testen und gezieltes Nachstellen des Verhaltens, kommt man dann mit der Zeit dahinter was die eigentliche Ursache ist. Wie in diesem Fall.


Regel 33

9. Sei nicht der Coder in der Ecke.
Sei nicht die Person im dunklen Büro, die nur für einen Kaffee aus seiner Ecke kommt. So hast du keine Stimme in einer offenen, kollaborativen Umgebung. Nimm aktiv an der Unternehmensgemeinschaft teil. (IT-Professor Frank Bush)


Verhalten

Es kann passieren, dass bei Nutzung von aktuellen Browserversionen (z.B. Edge) es beim ausführen von RQLs zu dieser Meldung kommt:

An error has occured:<br><br> #text ERROR#-1000, Unknown Tag #text<iodata>
</iodata>

Ursache

In der RQL Dokumentation, welche in HTML erstellt ist, können bei RQL-Beispielen angezeigte Leerzeichen gerne auch mal &nbsp; sein. Wenn man nun diese Beispiele per Copy'n'Paste in seinen Quelltext kopiert, werden auch &nbsp; (0x160) als entsprechendes ASCII-Zeichen intern mitkopiert. In der Vergangenheit, dass sieht man sehr genau beim IE11, wurden &nbsp; (0x160) und Leerzeichen (0x32) immer als ASCII-Zeichen (0x32) bei Copy'n'Paste behandelt.

Dies ist in neueren Browsern leider nicht mehr so und daher kann es zu der o.g. Fehlermeldung kommen. Da der RQL-WebService das ASCII-Zeichen für &nbsp; (0x160) intern nicht versteht.


Lösung

Die Lösung ist eigentlich recht einfach, dennoch teilweise schwierig umzusetzen. Man muss nur dafür sorgen, dass Sonderzeichen (welche man ggfs. nicht sichtbar sind) korrekt rausgefiltert bzw. konvertiert werden. Bevor man den RQL in seinen Quelltext einfügt und zum Einsatz bringt. Oder man öffnet die RQL Dokumentation einfach im IE11, welcher dieses Verhalten nicht den Tag legt. ;)


Über den Autor:
Thomas Pollinger

... ist Senior Site Reliability Engineer bei der Vodafone GmbH in Düsseldorf. Seit dem Jahr 2007 betreut er zusammen mit seinen Kollegen die OpenText- (vormals RedDot-) Plattform Web Site Management für die deutsche Konzernzentrale.

Er entwickelt Erweiterungen in Form von Plug-Ins und PowerShell Skripten. Seit den Anfängen in 2001 (RedDot CMS 4.0) kennt er sich speziell mit der Arbeitweise und den Funktionen des Management Server aus.