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  • Thomas Pollinger
  • 16.03.2018
  • DE

Kleine Tipps für Zwischendurch (Nr. 3)

Die neue Artikelserie "Kleine Tipps für Zwischendurch" soll vorallem Anwendern, Entwicklern und Administratoren schnell und einfach Hilfe geben. Es wird immer genau um ein kleines Thema, Feature oder ähnliches gehen.
 

Informationen sind wichtig – zuviele können nerven

Wenn man ein neues System installiert, nutzt man in der Regel erstmal für eine Weile die "Standardeinstellungen". Dies trifft beim Management Server vorallem beim Logging zu.

Was dazu führen kann, dass man über die Zeit vergisst auch dort eine Optimierung vorzunehmen. Denn der Management Server wird bei der Installation auf den Log-Level "WARNING" gestellt.

Doch dies kann z.B. bei vielen Anwendern, welche gerne mal die Zugangsdaten vergessen, zu viele Meldungen im wsms.log führen. Diese sind jedoch nicht nötig und beschäftigt das System zusätzlich noch mit Logfile schreiben.

Einstellungen optimieren

Damit ein System optimal läuft und auch nur die Dinge meldet, welche relevant sind. Sollte man sich überlegen, welche Komponenten auf welchen Log-Level gestellt werden sollten.

Aus meiner heutigen Sicht ist dies ein längerer Prozess, bei dem man genau beobachten muss und dann regelmäßig nachjustiert.

Hier mal ein paar Tipps, welche Komponenten (in der logging.config) sehr schnell umgestellt werden können:

<logger name="UserDefinedJob">
    <level value="WARN" /> <!-- INFO >> WARN -->
</logger>

<logger name="Authentication">
    <level value="ERROR" /> <!-- WARN >> ERROR -->
</logger>

<logger name="ClusterMessage">
    <level value="ERROR" /> <!-- WARN >> ERROR -->
</logger>

<logger name="Gui">
    <level value="ERROR" /> <!-- WARN >> ERROR -->
</logger>

Dies reduziert, vor allem in größeren Installationen, direkt die Größe des wsms.log Files und steigert die Performanz. ;)


Hinweis: Bei der Sektion UserDefinedJob gibt es noch eine Abhängigkeit zum Aktionsmenü bei den Benutzerdefinieren Aufträgen im Server Manager => Log-Datei einsehen


Fazit

Logging ist eine wichtige und sinnvolle Sache. Jedoch sollte man, wie immer im Leben, das richtige Maß finden und die Einstellungen regelmäßig in Frage stellen.

Wenn man auf bestimmte Einträge, weil es sich z.B. um ein Known Issue handelt, verzichten und dann den Level anpassen kann. Umso stabiler, übersichtlicher und performanter wird das gesamte System.

Selbstverständlich kann man jederzeit die Loglevel wieder erhöhen, um z.B. einem Fehlverhalten auf die Spur zukommen.

Wichtig ist auch noch, dass man die Änderungen jederzeit vornehmen kann, da man die Dienste des Management Servers nicht dafür neu starten muss. ;)


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Über den Autor:
Thomas Pollinger

... ist Senior Site Reliability Engineer bei der Vodafone GmbH in Düsseldorf. Seit dem Jahr 2007 betreut er zusammen mit seinen Kollegen die OpenText- (vormals RedDot-) Plattform Web Site Management für die deutsche Konzernzentrale.

Er entwickelt Erweiterungen in Form von Plug-Ins und PowerShell Skripten. Seit den Anfängen in 2001 (RedDot CMS 4.0) kennt er sich speziell mit der Arbeitweise und den Funktionen des Management Server aus.